Verantwortungsvolles Spielen

Online Spielautomaten sind Glücksspiel. Jeder Einsatz kann verloren gehen, und über die Distanz verliert der Spieler mehr, als er zurückbekommt, weil die Auszahlungsquote unter 100 Prozent liegt. Slots sind Unterhaltung und keine Einnahmequelle, und sie eignen sich weder dazu, Schulden auszugleichen, noch dazu, Verluste des Vortags zurückzuholen. Diese Website richtet sich ausschließlich an volljährige Personen ab 18 Jahren.
Diese Seite erklärt, welche Werkzeuge zur Kontrolle des eigenen Spiels zur Verfügung stehen, wie sie eingerichtet werden und wo es kostenlose Hilfe gibt.

Spielerschutz bei Anbietern mit deutscher Lizenz

Wer bei einem Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder spielt, findet die Kontrollinstrumente im Spielerkonto und nicht versteckt in den Bedingungen. Sie sind Teil der Erlaubnis, kein freiwilliges Entgegenkommen des Betreibers.

  • Einzahlungslimit: begrenzt, wie viel Geld pro Monat auf das Spielerkonto fließen darf;
  • Verlustlimit: begrenzt den Betrag, der innerhalb eines Zeitraums verloren werden kann;
  • Sitzungslimit: beendet oder unterbricht das Spiel nach einer selbst gewählten Dauer;
  • Spielpause: sperrt das Konto vorübergehend, von 24 Stunden bis zu mehreren Monaten;
  • Selbstsperre: schließt die Teilnahme dauerhaft aus, bundesweit und anbieterübergreifend.

Eingerichtet werden die Limits im Konto unter den Einstellungen zum Spielerschutz, bei einigen Anbietern bereits während der Registrierung. Wichtig ist die Richtung der Änderung: Eine Senkung wirkt in der Regel sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartefrist und nach erneuter Prüfung. Diese Verzögerung ist beabsichtigt, weil ein Limit gerade in dem Moment schützen soll, in dem man es am liebsten anheben würde.

Limits senken das Risiko, sie beseitigen es nicht. Ein gesetztes Limit macht aus einem Spielautomaten kein sicheres Produkt, es begrenzt lediglich den Schaden.

Das Einzahlungslimit über LUGAS

Das monatliche Einzahlungslimit beträgt bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis 1.000 Euro. Entscheidend ist der Punkt, den viele falsch verstehen: Dieser Betrag gilt nicht pro Anbieter, sondern für alle lizenzierten Anbieter zusammen. Geprüft wird das über LUGAS, das zentrale Datensystem des deutschen Erlaubnissystems, an das jeder lizenzierte Betreiber angebunden ist.

Praktisch bedeutet das: Wer bei drei Spielotheken ein Konto hat, verteilt denselben Betrag auf drei Konten, statt ihn dreimal zur Verfügung zu haben. Ist das Limit ausgeschöpft, lehnen alle angeschlossenen Anbieter weitere Einzahlungen ab, bis der Kalendermonat endet.

Eine Anhebung über den Standardbetrag hinaus ist nur im Einzelfall und nach einer gesonderten Prüfung möglich, bei der wirtschaftliche Nachweise verlangt werden. Der regulatorische Rahmen für virtuelle Automatenspiele hat sich zuletzt bewegt, deshalb lohnt vor einer Entscheidung der Blick in die aktuelle Fassung im Spielerkonto.

Spielpause und Selbstsperre über OASIS

OASIS ist die bundesweite Sperrdatei nach dem Glücksspielstaatsvertrag. Ein Eintrag wirkt bei allen in Deutschland zugelassenen Anbietern gleichzeitig, also nicht nur bei dem Anbieter, bei dem der Antrag gestellt wurde. Das gilt für Online-Spielotheken ebenso wie für Spielhallen, Wettannahmestellen und Spielbanken.

Zwischen einer kurzen Pause und einer registrierten Sperre besteht ein deutlicher Unterschied:

  • die Spielpause ist eine freiwillige Auszeit im Konto des jeweiligen Anbieters und endet automatisch nach der gewählten Dauer;
  • der Notfallbutton sperrt sofort für 24 Stunden bei allen zugelassenen Anbietern und läuft danach ebenfalls automatisch aus;
  • die Selbstsperre über OASIS wird behördlich geführt, gilt bundesweit und läuft mindestens ein Jahr.

Beantragen lässt sich die Selbstsperre kostenfrei bei jedem lizenzierten Anbieter oder direkt beim zuständigen Regierungspräsidium. Sie endet nicht von selbst und lässt sich auch nicht auf Zuruf abschalten: Eine Aufhebung ist frühestens nach Ablauf der Mindestdauer und nur auf schriftlichen Antrag möglich, und bis zur Bearbeitung bleibt die Sperre bestehen. Wer den Schritt erwägt, sollte ihn deshalb als das behandeln, was er ist, nämlich als bewusste Entscheidung mit Wirkung über einen längeren Zeitraum.

Warum diese Schutzmechanismen bei Anbietern ohne deutsche Lizenz nicht greifen

Keines der beschriebenen Instrumente reicht über das deutsche Erlaubnissystem hinaus. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist weder an LUGAS noch an OASIS angebunden, kennt das monatliche Einzahlungslimit nicht und erfährt von einer Sperre nichts.

Für einen gesperrten Spieler heißt das konkret: Die Selbstsperre schützt ihn dort nicht. Das Konto lässt sich eröffnen, die Einzahlung wird angenommen, und die Grenze, die er sich selbst gesetzt hat, existiert an dieser Stelle einfach nicht mehr. Wer sich für eine Sperre entschieden hat, hat damit auch entschieden, außerhalb des Systems nicht weiterzuspielen.

Anzeichen für problematisches Spielverhalten

Problematisches Spielen beginnt selten mit einem einzelnen großen Verlust. Es entwickelt sich schleichend, und die Anzeichen sind meistens früher sichtbar als das Problem selbst.

  • Verluste am selben Abend zurückholen wollen;
  • länger spielen oder mehr Geld einsetzen als vorher geplant;
  • Geld leihen, um weiterspielen zu können, oder Beträge einsetzen, die für Miete, Rechnungen oder Familie vorgesehen waren;
  • Einsätze und Verluste vor nahestehenden Personen verschweigen;
  • spielen, um Stress, Ärger oder Langeweile zu entkommen, statt aus Spaß an der Sache;
  • Termine, Arbeit oder Verabredungen dem Spiel unterordnen;
  • gereizt oder unruhig werden, wenn das Spielen nicht möglich ist.

Wer sich in mehreren Punkten wiedererkennt, sollte das ernst nehmen. Ein einzelner Punkt macht niemanden zum Spielsüchtigen, und diese Seite stellt keine Diagnose. Sie ist ein Anlass, das eigene Spielverhalten einmal ehrlich anzusehen und mit jemandem darüber zu sprechen.

Selbsttest

Eine belastbare Einschätzung liefert ein anerkannter Selbsttest, kein Punktesystem einer Redaktion. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt auf ihrem Informationsportal Check dein Spiel einen kostenlosen und anonymen Selbsttest bereit, dazu ein begleitetes Ausstiegsprogramm für alle, die etwas ändern wollen.

Der Test dauert wenige Minuten, verlangt keine Registrierung und wird von Fachleuten ausgewertet, nicht von einem Anbieter. Ergänzend bieten die unten genannten Beratungsstellen ebenfalls Selbsteinschätzungen und persönliche Gespräche an.

Hilfe und Beratung

Hilfe ist in Deutschland kostenfrei, anonym und ohne Wartezeit erreichbar. Man muss weder einen Namen nennen noch bereits entschieden haben, aufzuhören.

  • Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Glücksspielsucht: 0800 1 37 27 00, kostenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilnetz, auf Wunsch anonym;
  • Check dein Spiel, das Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Selbsttest, Online-Beratung und ein Verzeichnis der Beratungsstellen vor Ort;
  • Fachverband Glücksspielsucht: unabhängiger Zusammenschluss von Beratungsstellen und Fachkräften, mit Angeboten für Betroffene und Angehörige;
  • Anonyme Spieler: Selbsthilfegruppen in vielen deutschen Städten sowie Online-Treffen;
  • Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 in akuten seelischen Krisen, rund um die Uhr;
  • Sperrsoftware wie Gamban oder Net Nanny blockiert Glücksspielseiten auf Rechner und Smartphone.

Angehörige können sich an dieselben Stellen wenden. Über die Sperrdatei besteht zusätzlich die Möglichkeit, eine Fremdsperre für eine gefährdete Person zu beantragen.

Jugendschutz: 18+ und 21+

Die Teilnahme an Glücksspiel ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt. Lizenzierte Anbieter prüfen die Identität vor der ersten Auszahlung und gleichen die Angaben mit amtlichen Daten ab, weshalb ein Konto mit falschem Alter spätestens an dieser Stelle auffällt.

Für Einsätze oberhalb des Standardbetrags von einem Euro pro Spin gilt zusätzlich eine Altersgrenze von 21 Jahren. Die höheren Einsatzstufen bis drei beziehungsweise fünf Euro werden erst danach und nur unter weiteren Voraussetzungen freigeschaltet.

Eltern können den Zugang auf dem Gerät selbst einschränken. Jugendschutzprogramme und Filtersoftware blockieren Glücksspielangebote im Browser und in Apps, ergänzt durch getrennte Benutzerkonten und die Sperrung von Zahlungsmitteln für Minderjährige.

Unsere redaktionelle Haltung

Die Redaktion dieser Website bewertet Anbieter nicht nach der Höhe ihres Bonus. Ausschlaggebend sind Lizenz und Spielerschutz, die Zuverlässigkeit der Auszahlungen und die Nachvollziehbarkeit der Bonusbedingungen, und ein hoher Bonus mit hohem Umsatzfaktor wird als das beschrieben, was er ist.

Risiken werden benannt, auch wenn sie einem Angebot schaden. Wenn eine Auszahlungsquote in der deutschen Spielversion niedriger liegt als international, steht das im Text. Wenn Schutzinstrumente außerhalb des deutschen Erlaubnissystems nicht greifen, steht auch das im Text.

Wie die Bewertungen zustande kommen, beschreibt der Abschnitt zur Testmethodik. Die Regeln, nach denen die Redaktion arbeitet, stehen in der Redaktionsrichtlinie.